Kulturgüterschutz

Sichern und respektieren - diese zwei Hauptforderungen gilt es beim Schutz von Kulturgütern gemäss Haager Abkommen von 1954 zu befolgen. Gerade in jüngerer Vergangenheit hatte sich aber gezeigt, dass den beiden Grundsätzen längst nicht mehr oberste Priorität zugemessen wurde.

Mit der 2004 erfolgten Inkraftsetzung des Zweiten Protokolls (1999) zum Haager Abkommen erhält der Kulturgüterschutz (KGS) weltweit wieder mehr Gewicht.

KGS in der Schweiz

In der Schweiz schafft der Bund die Voraussetzungen, um in Zusammenarbeit mit in- und ausländischen Partnerorganisationen bestmögliche Schutzmassnahmen zu ergreifen, um die Identität stiftenden Kulturgüter nachfolgenden Generationen unbeschadet überliefern zu können.

Naturkatastrophen, Alltagsgefahren, bewaffnete Konflikte

Die Zerstörung, gewaltsame Aneignung und Verschleppung von Kunstwerken und Kulturgütern reicht bis in die Anfänge der Menschheitsgeschichte zurück. Diese unerfreuliche Tatsache belegt auch, dass der Mensch der Kultur schon immer einen sehr hohen Stellenwert beigemessen hat. Gefahren für das Kulturgut stellen aber nicht nur bewaffnete Konflikte dar, sondern auch Naturkatastrophen, Brände, Wassereinbrüche, Diebstähle, Vandalenakte und Unkenntnis.

KGS der Regionalen Zivilschutzorganisation Bodensee

Das speziell ausgebildete Personal des KGS der RZSO Bodensee besteht aus sechs Leuten, deren Aufgabe die Inventarisierung der über 300 A-, B- und C-Objekte in den Gemeinden Rorschach, Rorschacherberg, Goldach, Tübach und Steinach umfasst. Die grösste Gefahr für Kulturgüter geht von Feuer aus: deshalb besteht nebst der Inventarisierung der Objekte eine der Hauptaufgaben in der Erstellung von Notfallplänen zuhanden der Feuerwehr, die jeweils als erstes auf dem Schadensplatz auftritt und nach Möglichkeit die beweglichen Kulturobjekte zu bergen versucht.